Vorbericht

 

zum

 

Haushaltsplan 2004

 

 

 

I. Gemeindehaushalt (ohne Eigenbetriebe)

 

 

Allgemeines:

 

Die auch noch 2003 sehr schlechte Konjunkturlage, der damit verbundene weitere  Rückgang der Steuereinnahmen, die weiter gestiegene Arbeitslosigkeit und explodierende Sozialkosten haben zur größten Finanzkrise der öffentlichen Haushalte in den letzten Jahrzehnten geführt. Eine hohe Belastung stellen auch nach wie vor die Kosten der Deutschen Einheit dar.

2/3 der Gemeinden in Baden-Württemberg konnten im Haushaltsjahr 2003 die Mindestzuführung des Verwaltungshaushalts an den Vermögenshaushalt (= Höhe der Schuldentilgung) nicht mehr erreichen bzw. ihren Verwaltungshaushalt nicht mehr ausgleichen. Oftmals mussten für die dann notwendige Zuführung aus dem Vermögenshaushalt Vermögenswerte verkauft bzw. weitere Kredite aufgenommen werden. Selbst auf 10 der 14 Großen Kreisstädte im Regierungsbezirk Tübingen trifft das im Jahr 2004 zu.

Das Finanzierungsdefizit aller Kommunen in der Bundesrepublik stieg 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Mrd. € auf 9,7 Mrd. Euro an. Die kommunalen Spitzenverbände rechnen in ihrer Prognose für 2004 mit einem Defizit in Höhe von

10 Mrd. €. Darin sind allein bei Sozialkosten Steigerungen in Höhe von 7,7 % und bei den Personalkosten von 2,9 % enthalten. Für 2004 wird mit einer weiteren Steigerung der Sozialkosten um 4,6 % gerechnet.

Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer ging 2003 um 4 %, die Schlüsselzuweisungen gingen um 9,3 % zurück.

Demzufolge verringerten sich allein im vergangenen Jahr die Investitionsausgaben um 8,3 %, innerhalb der letzten 10 Jahre um insg. 35 %.

 

Die Aussichten auf eine rasche Besserung sind trotz anziehender Konjunktur leider nicht besonders gut. Führende Wirtschaftsinstitute prognostizieren zwar für 2004 nach einem Rückgang in 2003 auf - 0,1 % (=Rezession) eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 %. Trotzdem wird dies nach den Prognosen der Fachleute zu keinen nennens-werten Verbesserungen der hohen Arbeitslosigkeit führen.

Auch das Steueraufkommen wird sich für die Kommunen infolge der beschlossenen Steuerreform eher vermindern.

So geht z. Bsp. das Finanzministerium beim Gemeinde-Einkommenssteueranteil in Baden-Württ. derzeit von einem Rückgang von 3,55 Mrd. auf 3,45 Mrd. aus. Auch die Absenkung der Gewerbesteuerumlage auf 82 Punkte bringt dort überhaupt nicht viel, wo kaum noch bzw. fast gar keine Gewerbesteuereinnahmen in die Gemeindekasse fließen. Der Gemeindetag verweist auch darauf, das den Prognosen über das Steueraufkommen Annahmen zugrundeliegen, wonach durch das Gesetz zur Steueramnestie entsprechende Steureinnahmen erwartet werden, deren Eingang  aber mehr als ungewiss ist.

 

 

Weitere Rückgänge bei den Finanzzuweisungen der Gemeinden sind daher zu befürchten. Die Mai-Steuerschätzung wird neuere Zahlen bringen. 

 

Festzustellen ist, dass mit den im Dez. 2003 beschlossenen Gesetzesänderungen noch überhaupt keine nennenswerte Entlastung bzw. Besserstellung der Kommunen erfolgt ist. Die viel diskutierte Gemeindefinanzreform lässt immer noch auf sich warten.

 

 

 

 

Haushaltsjahr 2003

 

Vewaltungshaushalt:

 

Mindereinnahmen gegenüber Haushaltsansatz bei den Steuern und Finanzzuweisungen (insbes. drastischer Rückgang bei der  Gewerbesteuer auf noch 51 000 € -Plansatz

145 000 €-) führen dazu, dass die geplante Zuführung an den Vermögenshaushalt von

15 000 € nicht erreicht werden kann. Durch Mehreinnahmen bzw. Wenigerausgaben bei verschiedenen Haushaltstellen fällt jedoch das Defizit nicht so hoch aus wie zunächst befürchtet.

Zum Ausgleich muss dem Verwaltungshaushalt vom Vermögenshaushalt ein Betrag von ca. 8 000 € zugeführt werden. Gegenüber dem Plan 2002 ergibt sich per Saldo somit ein vorauss. Fehlbetrag von ca. 23 000 €.

 

 

 

Vermögenshaushalt:

 

Im Vermögenshaushalt 2003 wurden von der Verwaltung nur die Haushaltsreste vorgesehen, die bereits verfügt sind, d.h. Mittel für bereits in Auftrag gegebene bzw. bereits abgeschlossene, aber noch nicht vollständig abgerechnete Baumaßnahmen (wie z. Bsp. die restl. Ortskernsanierung 2.BA und die Bachumgestaltung, Gehwege und Straßenbeleuchtung Hauptstr.). Darüber hinaus wurden keine Haushaltsmittel übertragen, sie gelten als eingespart.

 

Statt der geplanten Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von 101 600 € muss zum Ausgleich des Vermögenshaushalts nur ein Betrag von vorauss. 48 000 € entnommen werden.

 

 

Allgemeine Rücklage:

 

Die Allg. Rücklage hat somit zum 31.12.2003 vorauss. einen Stand von 338.000 € (gesetzlicher Mindestbetrag ca. 47. 000 €.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haushaltsjahr 2004:

 

Allgemeines

 

Die verbleibenden Finanzmittel im Abschnitt 1.9000 (Steuern, Finanzzuweisungen abzüglich Umlagen) verringerten sich von 924 000 € im Jahr 2000  auf vorauss. noch

541 000 € in 2003 ( Rückgang:  41 % !).

Dementsprechend ging auch die Zuführung an den Vermögenshaushalt von 515 000 € in 2000 auf (geplante) 15 000 € in 2003 zurück.

Die Zuführung beträgt im Jahr 2004 wieder 101 000 €.

 

Neben dem Gemeinde-Einkommenssteueranteil ist vor allem die Gewerbesteuer regelrecht eingebrochen (2000: 172 000 €, 2003 noch 51 000 €!).

Weil die Gemeinde jedoch bereits 2002 eine niedrige Steuerkraft (insb. Gewerbesteuer, EST-Anteil) hatte und die Einwohnerzahl auf 2 000 gestiegenen ist, steigen die Finanzzuweisungen gegenüber dem Vorjahr von 332 000 € auf 433 000 € im Haushaltsjahr 2004 an.

Wegen dieser geringeren Steuerkraft 2002 fallen die Kreisumlage (trotz Hebesatzerhöhung von 25 auf 27 %) und die Finanzausgleichsumlage an das Land niedriger aus als im Vorjahr.

Die verbleibenden Finanzmittel im Abschnitt 1.9000 betragen somit lt. Plan 2004

684 355 € (Plan 2003: 626 000 €, vorauss. Ergebnis 2003: 541 000 €)

 

 

Bei der Berechnung der Finanzzuweisungen und Umlagen wurden die Werte des Finanzministerium Baden-Württemberg, aktualisiert v. Gemeindetag am 20.1.04, zugrunde gelegt.

Wie sich die Situation weiterentwickelt, kann erst nach der Mai-Steuerschätzung beurteilt werden. Leider mussten aber nach den Erfahrungen mit den Steuerschätzungen in der Vergangenheit die Einnahmeerwartungen meistens nach unten korrigiert werden.  Weitere zusätzliche Einnahmerückgänge in 2004 können deshalb nicht ausgeschlossen werden.

 

 

 

 

Verwaltungshaushalt 2004

 

Unter diesen Voraussetzungen ist weiter Sparen angesagt.

 

Im Verwaltunghaushalt 2004 wurden die Ansätze deshalb so knapp wie möglich gehalten. Es wurden nur die unabdingbar benötigten Haushaltsmittel eingestellt. Weiter wurde bei der Festlegung der HH-Ansätze nicht nur das Ergebnis 2002, sondern auch bereits das vorauss. Ergebnis 2003 berücksichtigt.

 

Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 1 940 000 € (Vorjahr 1 885 000 €).

 

 

 

 

Allg. Kostensteigerungen im Verwaltungshaushalt:

 

Personalkosten:

Tariferhöhung Beamte ab 1.4. und 1.8.04 jeweils 1 %,

 

Streichung Urlaubsgeld, Senkung Weihnachtsgeld, Erhöhung der wöchentl. Arbeitszeit auf 41 Std.

 

Tariferhöhung Angestellte u. Arbeiter ab 1.1.u 1.5.04 jeweils 1 %

 

Zusätzl. Kosten für Schulsekretärin und verlässliche Grundschule

 

 

Gesamtaufwand: 462 000 € (Vorjahr 450 800 €) = + 2,5 %

 

 

Stromkosten:

Tariferhöhung ab 1.1.2004 ca. 6 %, zusätzliche Kosten aufgrund des Gesetzes über den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) und Kraft-Wärme-Kopplungs-Ausbau-Gesetz (KWKG)

 

 

Besonderheiten im Verwaltungshaushalt:

 

1.0000 Gemeindeorgane

 

Erhöhung der Sitzungsentschädigungen,

Rückgang bei der Beamtenbesoldung, per Saldo:                                        + ca. 1 000 €

 

 

1.0200 Hauptverwaltung

 

Personalausgaben

-Steigerung d. Tariferhöhung (s.o.)                                                               +  ca. 2 000 €

                                                                                                                       

 

Öffentlichkeitsarbeit

Erstellung von neuen Gemeindeprospekten (2003 fertiggestellt)                  + ca. 2 300 €

 

 

1.0520 Wahlen

 

Europa-, Gemeinderats- u. Kreistagswahl am 13.6.04                                 + ca. 2 000 €

 

 

1.1300 Feuerwehr

 

Geräte, Ausstattung

10 Funkmeldeempfänger, Wartung und Überpüfungen u.a.                        + ca. 3 000 €                                 

 

Dienst- u.Schutzkleidung                                                                              - ca. 1 400 €

 

                                                                                                          

1.2110 Grundschule

 

Personalausgaben

Personal verlässl. Grundschule                                                                   + ca. 5 600 €

(Mehreinn. d. Landeszuschuss verlässl. Grundschule)

 

Gebäudeunterhaltung

- insb. Malerarbeiten-                                                                                  + ca. 1 700 €

 

1.2130 Hauptschule

 

Sachkostenbeiträge  v. Land  (Erhöhung ab 2003)                                    + ca. 8 000 €

 

Gebäudeunterhaltung

Versch. Reparaturen u. techn. Nachrüstungen                                          + ca. 2 500 €

 

 

1.4640 Kath. Kindergarten

Abmangelbeteiligung (83 %)

Vorjahr:  Einbau von Fenstern, Einführung flexibler Öffnungszeiten,

Kanalhausanschluß an Hauptstr.,                                                              - ca. 6 000 €                                               

                                                                                                                     

 

1.5610 Mehrzweckhalle

Gebäudeunterhaltung

Fenster-Insektengitter, Erneuerung Dachverwahrung u.a.                        + ca.1 000 €

 

 

1.6300 Gemeindestraßen

Bauhofleistungen (Mehraufwand)                                                             + ca. 2 000 €

 

1.7620 Öffentliche Waage

Überprüfung u. Eichung (alle 3 Jahre)                                                      + ca. 2 300 €

 

1.7710 Bauhof

Geräte, techn. Bedarf                                                                                - ca. 1 300 €

 

Fahrzeughaltung (u.a.Neubereifung Kommunaltraktor Renault)              + ca. 1 000 €

 

1.7850 Feldwege

Unterhaltung

 

Material für Ausbesserungen (im Vorjahr u.a. noch Maßnahme

FW Hägele –Muldeneinläufe- u.  FW Recycinghof enthalten)                 - ca.  9 000 €

 

 

1.9000 Steuern, Zuweisungen, Allg. Umlagen

 

-Erläuterungen s.o. und beim Abschnitt 1.9000 - Saldo Einn./Ausg.-     +ca. 59 000 €

 

 

 

 

1.9100 Sonst. allg. Finanzwirtschaft

 

Ausgaben für Kreditzinsen

(Rückgang infolge weiterer Tilgung u. Zinssenkungen)                           - ca. 9 500 €

 

 

Zuführung zum Vermögenshaushalt

 

Dem Vermögenshaushalt können 101 000 € zugeführt werden (Plan Vorjahr 15 000 €). Die  Schuldentilgung beträgt wie im Vorjahr ca. 91.000 €, sodass noch ein Betrag von

10 000 € für Investitionen verbleibt.

 

 

 

Vermögenshaushalt

 

Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 1 711 000 € (Vorjahr 120 600 €).

Der große Unterschied beruht in der – kostenneutralen- Übernahme der privat durchgeführten  Erschliessungsmaßnahmen Hägele 4 /westl. Schwabenstrasse, Eiskeller/ nördl.Teil, Galgenberg Flst. 1360/1) und der Abrechnung des Baugebiets Am Erlenbach im Haushalt 2004,

 

In den Vermögenshaushalts 2004 wurden die Haushaltsreste für die abgeschlossenen oder noch nicht vollständig abgerechneten Baumaßnahmen der Ortskernsanierung sowie die Mittel für die Erneuerung der Gehwege und der Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße in Höhe von insg. 125 158 € übertragen (GR-Beschluss v. 27.1.2004).


Investitionen im Haushaltsjahr 2004:

 

Gesamtverwaltung

Regale für Archiv u. Registratur                                                                                   500 €

 

Hauptschule

 

Schülertische u. -stühle, Einrichtung Rektorat                                                                  8.500 €

 

Kath. Kindergarten

Kostenanteil an Sanierungsmassnahmen                                                                 7 000 €

 

Ortskernsanierung/ Allg.

Restl. Honorar Landsiedlung u.a.  (Haushaltsrest: 3 569 €)

              

Gestaltung der historischen Ortsmitte, BA I u.II 

Grunderwerb der Seitenflächen

der Herrengasse v. Landkreis        (Haushaltsrest: 7 000 €)

 

Gestaltung der historischen Ortsmitte, BA II

Restl. Baukosten, Honorare u.a.  (Haushaltsrest: 45 000 €)

 

Kapellenberg/ Bushaltestelle ortseinwärts)

evtl. Erstellung eines Wartehäuschens                                                                   5 000 €

 

Erschließungsmaßnahmen für die  Baugebiete „Unter der Halde“

(Gewerbegebiet) und „Auf der Halde Erweiterung Ost“ (Wohngebiet)

Die Finanzierung dieser Erschließungen erfolgt außerhalb des Haushalts

über Erschließungs- und Finanzierungsverträge (siehe Anl. 5 a und 5 b zum HH-Plan)

 

Die Erschließung im Baugebiet Erlenbach wird  dieses Jahr fertiggestellt

(Feinbelag, Bepflanzung) Es sind alle Bauplätze verkauft.

Das Baugebiet wird im Haushaltsjahr 2004 mit dem Erschliessungsträger

(Landsiedlung) abgerechnet u. die entsprechenden Beträge in den

Gemeindehaushalt übernommen.   insg.:                                                        1 447 500 €       

 

Übernahme von privat finanzierten Erschliessungen in den Haushalt 2004

(Hägele 4 –westl. Schwabenstrasse, Am Eiskeller –nördl. Teil-,Galgenberg

Flst. 1360/1)   -kostenneutral-                                                                             122 000 €

 

Hauptstraße/ Erneuerung der Gehwege

Diese Maßnahme wird im Zusammenhang mit der Stillegung des RÜ 440

(Kanal) durchgeführt.                      (Haushaltsrest: 47 000 €)

 

Hauptstraße/ Erneuerung der Straßenbeleuchtung)                                             

-dto.-                                                (Haushaltsrest:  9 000 €)

 

Dischinger Bach/ Gestaltung zwischen Schloßplatz u. Kapellenberg    

Restl. Baukosten u. Honorare         (Haushaltsrest: 11 493 €)           

 

Friedhof

Gerät für die Rüttelprobe an Grabsteinen

(lt. Unfallverhütungsvorschrift)                                                                            1 000 €

 

Bauhof

Geräte und Fahrzeuge (evtl. Ersatzbeschaffung Kommunalfahrzeug)             10 600 €            

                             

Feldwegbau

Feldweg Hägele, Regeneinläufe                                                                       15 000 €

              

Allg. Grundvermögen

Grunderwerb                                                                                                      3  000 €

 

Kredittilgungen                                                                                                       90 900 €

Gesamtausgaben Vermögenshaushalt:                                                  1 711 000 €

 

 

 

Finanzierung der Ausgaben des Vermögenshaushalts:
Zuführung v. Verwaltungshaushalt                                                                101 000 €

Grundstückserlöse                                                                                      1 276 000 €

Beiträge u.ä.                                                                                                  200 000 €

Entnahme aus der Allg. Rücklage                                                                 134 000 €

Gesamteinnahmen Vermögenshaushalt:                                               1 711 000 €    

 

 

 

 

 

Zum Ausgleich des Vermögenshaushalts muss der Allg. Rücklage der Betrag von

134 000 entnommen werden.

Sie hat somit zum 31.12.2004 noch einen voraussichtlichen Stand von 204 000 € (gesetzlicher Mindestbetrag  42 515 €).

Dieser Betrag stellt eine gewisse Reserve dar um bei eventueller weiterer Verschlechterung der Finanzzuweisungen ausreichende Mittel zum Haushaltsausgleich zur Verfügung zu haben.

 

 

 

Schuldenstand

 

Schuldaufnahmen sind im Gemeindehaushalt (ohne Eigenbetriebe) in 2004 und auch im Finanzplan  für die nächsten Jahre nicht vorgesehen.

Der Schuldenstand verringert sich zum 31.12.2004 auf 822.925 € = 411 €/ Einw. (Landesdurchschnitt: 439 €)

 

 

 

 

 

III. Ausblick auf das Haushaltsjahr 2005:

 

Unter der Voraussetzung, dass sich die Finanzzuweisungen 2005 (Kopfbeträge für die Schlüsselzuweisungen, Gemeindeeinkommenssteueranteil usw.) gegenüber 2004 (heutiger Stand) nicht  verschlechtern, bewegen sich die allgemeinen Finanzierungsmittel im Abschnitt 1.9000  in etwa in der Höhe wie im Haushjaltsjahr 2004 veranschlagt.

Die Gewerbesteuer wurde 2005 nach heutigen Erkenntnissen mit 70 000 € vorsichtig angesetzt. Höhere Gewerbesteuereinnahmen würden gfs. zu einer Verbesserung der Einnahmesituation führen.

 

 

 

IV. Finanzplanung

 

Allgemeines

Angesichts der derzeitigen unsicheren Entwicklung (Wirtschaftsaufschwung?/ Aus-wirkungen auf das Steueraufkommen, Diskussion über weitere Steuerreformen, Entwicklung der Sozialkosten/ Kreisumlage usw.) ist es fraglich, ob die im Haushaltserlass des Innen -u. Finanzministeriums v. 13.8.2003 veröffentlichten Werte für die Finanzplanung insb. beim Einkommensteueranteil realistisch sind.

 

Genauere Daten werden wohl erst nach der Mai-Steuerschätzung vorliegen

Unter diesen Umständen hat eine Finanzplanung für die kommenden Jahre wenig Aussagekraft.

Weniger-Einnahmen bei den Finanzzuweisungen gegenüber den Ansätzen in der Finanzplanung würden die Zuführung zum Vermögenshaushalt und damit die Nettoinvestitionsrate noch weiter vermindern.

 

Die Finanzplanung hat keinen verbindlichen Charakter, sie muß  jährlich den geänderten

Verhältnissen angepasst werden.

 

 

Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen

 

In der Finanzplanung sind für die Jahre 2005-2007 jeweils Mittel für die Anschaffungen von Geräten und Einrichtungen sowie in kleineren Umfang für Baumaßnahmen der  Hauptschule (Fenster u.a.) eingesetzt.

 

Auch für Einrichtung u. Geräte des Bauhofs ( u.a. für evtl. Ersatzbeschaffung eines Kommunalfahrzeugs) sind Beträge enthalten.

 

Für Grunderwerb wurden jeweils kleinere Beträge eingestellt.

 

Für die dringend notwendige Erneuerung bzw. Verbesserung des Oberbelags der Feldwege zum Recyclinghof und entlang des Friedhofs sind im Jahr 2005  30 000 € vorgesehen.

 

Die Kredittilgung beträgt jeweils 91 000 €.

 

Mit den jeweiligen – mageren- Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt ist die Finanzierung der Ausgaben aus heutiger Sicht gewährleistet.

Im Jahr 2007 könnten der Allg. Rücklage wieder 27 000 € zugeführt werden.

 

Es sind in den nächsten 3 Jahren keine Kreditaufnahmen im Gemeindehaushalt vorgesehen. Der Schuldenstand zum 31.12.2004 von  822 925 € wird bis Ende 2007 auf 549 000 €  (= ca. 275 €/Einw.) gesenkt.

 

 

 

 

Entwicklung der Zuführung an den Vermögenshaushalt, der Schuldentilgung und

der Nettoinvestitionsrate nach dem Finanzplan (in €)



 


2003




2004


2005


2006


2007


Zuführung an VMH


15 000


101.000


105.000


131.000


141.000


Kredittilgungen


91.000


 91.000


  91.000


 91.000


 91.000


Nettoinvestitionsrate


-76.000


10.000


14.000


 40.000


50.000

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schuldenentwicklung nach dem Finanzplan (in €)

-ohne Eigenbetriebe-

 

 


Jahr


Kreditaufnahme


Tilgung


Stand


Stand

Stand 1.1.2003:

.        1.004.000

 

 

 

31.12.

je Einwohner

(2 000 E)

2003

              0

  91.000

 

 913.000

457

2004

0

  91.000

  822.000

411

2005

0

  91.000

 731.000

366

2006

0

  91.000

  640.000

320

2007

0

  91.000

 

 549.000

275

 

 

 

 

 

 

 

Oberdischingen, den 10.2.2004

 

 

 

Droste                                                                              Fiderer

Bürgermeister                                                                   Fachbeamter für das Finanzwesen